ETFs- der einfachste Weg zum Vermögensaufbau

ETFs, Exchange Trading Funds oder auf Deutsch Indexfonds, mausern sich immer mehr zum Liebling der Anleger. Zwei Dinge sprechen für diese nicht mehr ganz junge, aber jetzt erst an Popularität gewinnende Anlagegattung. Zum einen sind sie im Erwerb deutlich günstiger für die Anleger, zum anderen verzeichnen sie häufig eine bessere Performance als ähnliche klassische Fonds. Was verbirgt sich hinter einem ETF?

Der Index als Anlagegegenstand

KursKlassische Fonds basieren darauf, dass das Fondsmanagement den Fonds permanent überwachen muss und immer wieder einzelne Aktien mit schwacher Performance gegen Aktien mit besseren Eckdaten austauschen muss. Dabei versucht das Management möglichst noch den passenden Index, beispielsweise bei einem deutschen Aktienfonds den DAX, zu schlagen. Zum einen kostend diese aktiv gemanagten Fonds den Anleger Geld für die Managementgebühr. Dieser Umstand wirkt sich natürlich auf die Rendite aus. Zum anderen gelingt es nicht so häufig wie gewünscht, den jeweiligen Index auch tatsächlich zu übertreffen. ETFs benötigen kein aktives Fondsmanagement. Mit der Auflegung des Fonds wird der jeweilige Index einmal abgebildet, erneute Aktivitäten werden nur notwendig, wenn sich an der Zusammensetzung des Index etwas ändert. Ein kostenintensives Management ist also überflüssig. Da der ETF den Index abbildet, muss er ihn nicht schlagen. Und Indizes als Benchmark behaupten sich gegenüber den aktiven Fonds. Der dritte Punkt, der für ein Investment in ETFs spricht, sind die Gebühren. Aktive Fonds werden mit einem Ausgabeaufschlag, in den meisten Fällen bei Aktienfonds fünf Prozent, ausgegeben. ETFs werden über die Börse gehandelt, der Erwerb der Anteile kostet den Anleger lediglich die Courtage.

ETF-Sparpläne – ideal für Einsteiger

Abgesehen von den oben aufgezählten Vorteilen bei Indexfonds bieten einige Direktbanken bei ETF-Sparplänen noch einen weiteren Vorteil. Sie verzichten auf die Transaktionsgebühren bei Anteilserwerb. Die Sparpläne können in den meisten Fällen bereits mit monatlich 25 Euro Anlagesumme eröffnet werden. Für Anfänger ist das Investment in einen Index eine klare und erkennbare Geldanlage – die Entwicklung steht jeden Tag in den Medien. Mit der Wahl des richtigen Anbieters fallen weder Gebühren für die Depotverwaltung noch für die Ausführung des Sparplans an. Fondsmanager können keine Fehlentscheidung in der Anlagepolitik treffen, der Zusammensetzung des Index liegen klare Vorgaben der Börsen zugrunde. Ein entsprechendes Fachportal, davon gibt es einige, bietet Hilfe für unerfahrene Anleger. Eines haben ETFs allerdings mit aktiven Fonds gemeinsam. Fondssparpläne sind kein kurzfristiges Investment. Sie entfalten ihren ganzen Reiz, gerade durch die Durchschnittskostenbildung, erst über einen mehrjährigen Zeitraum. An dessen Ende können sich die Sparer allerdings auf überdurchschnittliche Gewinne freuen.

Bild: Rainer Sturm  / pixelio.de