Wie wichtig ist Stromsparen?

Täglich verbrauchen wir eine Menge an Energie – ob für Arbeiten im Haushalt, Freizeitaktivitäten oder Office-Tätigkeiten, der Faktor Strom ist aus unseren Leben nicht mehr wegzudenken. Ohne Strom hätten wir morgens kein warmes Wasser für eine erfrischende Dusche, würden nachts im Kerzenlicht sitzen und könnten unsere Lebensmittel nicht mehr kühlen und frisch halten. Doch meistens ist uns nicht einmal bewusst, dass wir gerade Strom verbrauchen – und dementsprechend auch nicht, wie viel wir unter Umständen verschwenden. Doch das muss nicht sein!

Warum überhaupt Strom sparen?

GlühbirneDie Erkenntnis, dass der Anwender eine Menge Strom konsumiert, kommt im Kleinen mit dem Aufdecken von Stromfressern wie dem Smartphone oder im Großen mit der jährlichen Stromrechnung, die in vielen Fällen eine gewaltige Nachzahlung beinhaltet. Leider steigen zu unserem Energiekonsum auch die Strompreise jährlich an, was oft zu einem großen Loch im Geldbeutel führt. Natürlich kann ein Wechsel zu einem andern Stromanbieter einiges bewirken, doch die hohe Nachfrage und die aufwendige Gewinnung von Energie machen Strom für zu einem teuren Gut, mit dem effizient gehaushaltet werden muss. Nicht nur der Stromanbieterwechsel kann einiges bewirken, sondern einfache Stromspartipps können dabei helfen, nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel zu schonen.

Der Umwelt etwas Gutes tun

Strom ist aus unsere Gesellschaft nicht mehr wegzudenken, dennoch sind die Rohstoffe, die zur Energiegewinnung benutzt werden, begrenzt. Zudem ist die Gewinnung von Energie aus diesen Materialien meist mit negativen Auswirkungen auf unsere Umwelt verbunden. Durch Verbrennung von fossilen Brennstoffen, wie Kohle, Holz und Öl, entstehen zum Beispiel Abgase, wie das Treibhausgas CO2. Eine „umweltfreundlichere“ Variante ist die Gewinnung von Energie aus Atomkraftwerken. Jedoch führt eine solche Energiegewinnung zu radioaktiven Müll und bringt hohe Gefahren mit sich, was sich in den letzten Jahrzehnten mit Fukushima und Tschernobyl gezeigt hat. Aus diesen Gründen werden immer mehr Hoffnungen in erneuerbare Energien und neu entwickelte Technologien gesteckt, mit denen Städte und Kreise sich selbst versorgen könnten.

Doch wie kann ich selbst zu Hause Strom sparen?

Um effizient Strom zu sparen, ist es erst einmal wichtig, herauszufinden, wo der Strom überhaupt verbraucht wird. Eine Aufschlüsselung aller Stromquellen kann helfen, genau zu erkennen, wo noch Sparpotenzial vorliegt. In einem zweiten Schritt sollten dann konkrete Maßnahmen ergriffen werden:

  • Eine der größten, unnötigsten Stromverbraucher, sind Geräte, die 24 Stunden am Tag am Stromnetz angeschlossen sind, ohne benutzt zu werden. Nicht verwendete Geräte sollten immer vom Netz getrennt werden. Hierfür empfiehlt sich am besten eine einfache Steckerleiste.
  • Der „Stand-By“ Modus sollte aus dem Haushalt verbannt werden. Ob am Fernseher, Computer oder Tablet: der Standy-By-Modus ist einer der größten Stromfresser im Haushalt und einfach zu vermeiden, indem die Geräte ganz ausgeschaltet werden.
  • Auch alte Kühlschränke, Trockner und Waschmaschinen sind Stromfresser und ein Austausch zu moderneren und stromsparenderen Modellen hilft ebenfalls, langfristig den Geldbeutel aufzustocken.
  • Energiespar- und LED-Lampen verbrauchen weitaus weniger Strom als herkömmliche Glüh- und Halogenlampen.
  • Wer in seinem Haushalt einen Warmwasserspeicher hat, sollte einen Wechsel zum Durchlauferhitzer in Erwägung ziehen. Wenn die Warmwasserspeicher nicht abgeschaltet werden, verbrauchen sie auch Strom, wenn gar kein warmes Wasser benötigt wird.

Wer Energie spart, kann sein Budget aufbessern und zum Umweltschutz beitragen. Stromsparen bringt viele Vorteile mit sich und kann schon mit wenigen effizienten Tipps in den klassischen Alltag integriert werden.

Bild: Illustration Marcus Stark  / pixelio.de