Zwei, die gut zusammenpassen

Grillen und Bier: Biersommelière hat Tipps zum richtigen Genießen

(djd). Der Sommer steht in den Startlöchern – und die meisten Bundesbürger freuen sich nicht zuletzt auf die Eröffnung der Grillsaison. Ganz klassisch gehören zu einem gelungenen Grillabend Bratwurst, Steak und Bier dazu. Heute kommen aber auch viele andere Köstlichkeiten auf den Grill, von Fisch bis zu Gemüse. Und auch beim Bier hat man die Qual der Wahl. Wer seinen Grillgenuss verfeinern möchte, sollte einige Basisregeln beachten.

Heute kommen nicht nur die Klassiker Bratwurst und Steak, sondern auch viele andere Köstlichkeiten auf den Grill – von Fisch bis zu Gemüse.
Foto: djd/Brauerei C. & A. Veltins

Bier und gegrilltes Fleisch: Drei Grundregeln

Für das „perfekte“ Bier zu gegrilltem Fleisch gibt es drei Grundregeln. „Zum einen passt helles Bier zu hellem Essen“, so Julia Buchheister, Biersommelière der Brauerei C. & A. Veltins. Die zweite Grundregel laute: Je würziger die Speise, desto bitterer und kohlensäurehaltiger sollte das Bier sein, denn die Hopfenbittere reinige die Geschmacksnerven. Und drittens gelte: Je schwerer die Speise, desto leichter und milder sollte das Bier sein. „Schwere Biere wie etwa ein Stout eignen sich eher nicht zum Grillen“, so Buchheister.

Erlaubt sei aber, was gefällt – jeder Grillfreund habe ohnehin sein eigenes Lieblingsbier. Generell sollten die Gläser nicht zu groß sein, damit das Bier möglichst frisch sein kann. Zudem sollte man das Bier langsam einschenken, damit nicht zu viel Kohlensäure entweicht. Traditionell ist ein feinherbes Pils besonders beliebt bei Grillfreunden: „Es ist wegen seines prickelnden Charakters noch durstlöschender als etwa ein Weizen“, erklärt Julia Buchheister.

Viel zu schade zum „Ablöschen“

Einem noch immer weit verbreiteten Mythos zufolge sollte Grillgut mit Bier abgelöscht werden. „Doch dafür ist es wirklich zu schade, der Geschmack des Fleischs wird dadurch nicht verbessert, die Aromakomponenten des Bieres kommen beim Fleisch nicht an“, stellt Julia Buchheister richtig. Außerdem werde so die richtige Gluttemperatur oftmals verringert. „Wer wirklich ein Bier-Aroma möchte, legt das Fleisch am Abend vorher in Bier-Marinade ein. Das Fleisch sollte dann im Kühlschrank oder an einem kühlen Ort ruhen“, rät die Biersommelière.

Die optimale Trinktemperatur für Pils liegt im Übrigen bei fünf bis acht Grad Celsius, gelagert werden sollte es bei vier bis sieben Grad. Am besten zum Kühlen und auch zum Lagern eignet sich der Keller. Denn Bier ist ein Naturprodukt, Licht und Wärme können den guten Inhaltsstoffen und auch dem Aroma schaden. Wenn man keinen Keller hat, geht natürlich auch der Kühlschrank. „Aber Vorsicht: Bier darf niemals schockgekühlt werden und beispielsweise ins Gefrierfach kommen. Dabei geht das Aroma verloren und beim Einschenken bildet sich keine schöne Schaumkrone“, warnt Julia Buchheister.