4k-Fernseher werden immer mehr zum Standard in deutschen Wohnzimmern - doch was ist beim Kauf zu beachten?
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4k-Fernseher kaufen: Mit den folgenden Tipps kein Problem

Fernseher mit 4k sind aktuell im absoluten Trend. Das Bild ist gestochen scharf und ab einer gewissen Größe und mit dem richtigen Display kann ein Wasserfall auf dem Bildschirm schon einmal so wirken, als würde das Wasser gleich ins Wohnzimmer laufen. Dennoch sind natürlich nicht alle Fernseher für jeden geeignet und einige Optionen stehen erst ab einer gewissen Größe zur Verfügung. Dieser Artikel verrät, wie der TV-Kauf ein Erfolg wird.

Mögliche Größe bestimmen

Früher hieß es, dass der Fernseher ein großes Stück vom Zuschauer entfernt stehen müsse, weil das dichte Bild sonst nicht nur den Augen, sondern auch dem Genuss schaden würde. Das hat sich dank der LCD-Geräte und der verbesserten Bildqualität allgemein geändert. So darf der Abstand vom Sitz zum 4k-Gerät deutlich geringer sein, als bei alten TV-Modellen. Selbst aus der Nähe ist das Bild scharf und überrascht mit seiner Detailtiefe und der prächtigen Farbenwirkung. Fernseher werden nach wie vor in Zoll bemessen. Ein Zoll steht stets für 2,54 Zentimeter, die Zollangabe des Geräts gibt dabei die Bildschirmdiagonale wieder. Das heißt, dass ein Gerät mit 58 Zoll eine Diagonale von 146 Zentimetern hat. Allgemein gilt:

  • Standardauflösung – wer eher in SD schaut, der sollte die Bildschirmdiagonale mal 3,5 nehmen, um den Sitzabstand zu berechnen.
  • Hochauflösend – bei HD wird der Abstand nur noch mit 2,5 mal der Diagonale berechnet.
  • 4k UHD – hier beträgt der Maßstab 1,5.

Ein guter Mittelwert, um auch für schlechtere Auflösungen als 4k gewappnet zu sein, ist der Abstand für HD-TV.

Vorsicht übrigens bei der Größenwahl des Geräts. Um das Gerät korrekt und vor allem sicher aufstellen oder aufhängen zu können, muss das Gehäuse mit berechnet werden. Gerade die Standfüße fallen bei den großen TV-Geräten auffälliger aus, sodass es rasch geschieht, dass das alte TV-Möbel sich nicht mehr für das neue Modell eignet. Die Angabe zu der Diagonalen bezieht niemals ein eventuelles Gehäuse mit ein.

OLED oder LCD?

OLED, das ist den Nutzern von Samsung Smartphones längst ein Begriff. Die Displaytechnologie wird nun auch für Fernseher verwendet, wobei die Displays aktuell fast ausschließlich bei Modellen ab einer Größe von 55 Zoll zum Einsatz kommen. Dies könnte also schon ein Ausschlusskriterium sein. Ansonsten gilt:

  • OLED – das sind organische Leuchtdioden, die TV-Guckern satte Farben, ein tiefes Schwarz und einen sehr weiten Bildwinkel bieten. Gerade das kontrastreiche Schwarz ist für viele Filmgenießer wichtig, denn es verhindert, dass sich bei dunklen Szenen im Schwarz schlierenartige Schatten bilden oder dass dunkle Szenen nur schwer zu erkennen sind. Dafür sind OLED-TV aktuell noch sehr teuer, wodurch sie sich sicher nicht als Zweitgerät lohnen.
  • LCD – diese Technik ist auch bei kleinen Geräten erhältlich. Sie bietet heute zwar einen deutlich verbesserten Kontrast und eine gute Farbtiefe, die insbesondere bei HD und 4k zur Geltung kommen, doch an die Qualität von OLED kann LCD nicht rankommen. Dafür sind diese Geräte günstiger, in allen Größen erhältlich und somit auch für Zweitgeräte sinnvoll.

HDR als Pflicht

Das High Dynamic Range wird bei UHD-Fernsehern eingesetzt. Die Technik bietet eine bessere Farbabstufung und einen ebenso verbesserten Bildkontrast. Gerade im Bereich des 4k-Fernsehens ist es sinnvoll, auf HDR zu achten:

  • Ohne HDR – die Bildpunkte sind um das Vierfache höher als bei einfachen HD-Geräten, doch fällt vielen Menschen die höhere Pixeldichte überhaupt nicht auf.
  • Mit HDR – in Verbindung mit HDR hingegen wird das verbesserte Bild wirklich deutlich. Somit sollte der UHD-TV immer auch HDR bieten.

Bezüglich des Bilds ist gerade bei der Nutzung von Streamingdiensten zu denken, dass die Bildqualität nur ausgezeichnet werden kann, wenn der Dienst die Angebote mit den entsprechenden Signalen überträgt. Als Beispiel können alte Videokassetten oder DVDs dienen. Selbst mit dem besten TV-Gerät wird das Bild schlechter sein, als wenn derselbe Film über eine 4k-BluRay abgespielt wird.

Finanzierung klären

Gute und große TV-Geräte sind oft alles andere als günstig. Auf der anderen Seite stellt diese Anschaffung auch eine Investition dar, denn sie wertet das Freizeitvergnügen massiv auf. Daher lohnt es sich, über die Finanzierung nachzudenken. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die allerdings im Vorfeld miteinander verglichen werden sollten:

  • Elektrohändler – sie bieten meist Finanzierungen für die Geräte an. Je nach Anbieter handelt es sich um 0-Prozent-Finanzierungen, allerdings hat der Kunde keinen Einfluss auf die Laufzeit, zudem kann es sein, dass die Zinsen bereits auf den Kaufpreis aufgeschlagen wurden.
  • Minikredit – wer nur einen kleinen Teil finanzieren muss, der kann einen Minikredit wählen. Diese belaufen sich selten auf mehr als 1.000,00 Euro, müssen zudem nach spätestens drei Monaten zurückgezahlt werden. Durch die kurze Laufzeit verursachen sie aber kaum Kosten.
  • Konsumentenkredit – das sind typische Kredite, die natürlich auch online erhältlich sind. Sie weisen eine größere Höhe auf, können dafür aber relativ gut bezüglich ihrer Laufzeit zugeschnitten werden. Die Zinsen variieren je nach Anbieter und den persönlichen Verhältnissen. Anbieter wie smava können hier helfen, um schnell und unkompliziert möglichst günstige Angebote zu finden.

Personen, die bereits finanzielle Probleme haben, sollten übrigens niemals ein TV-Gerät in irgendeiner Weise finanzieren.

Preise vergleichen

Bevor es an den eigentlichen Kauf des Geräts geht, sollten die Preise der favorisierten Modelle verglichen werden. Preissuchmaschinen helfen schon, noch ein wenig zu sparen. Manchmal lohnt es sich auch, sich gezielt im Elektromarkt nach einem Vorführmodell zu erkundigen oder bei Onlinehändlern die B-Ware anzusehen. Die Geräte sind neu und technisch überprüft, dürfen aber aufgrund der Ausstellung, Retoure oder kleinen Gehäusekratzern nicht mehr als Neuware verkauft werden. Wen dies nicht stört, der kann gut mehrere hundert Euro bei teuren Geräten sparen.

OLED-Bildschirme erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Die Bildqualität macht noch einmal einen deutlichen Sprung.
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Fazit – Geräte miteinander vergleichen

Um den Bildunterschied begutachten zu können, sollte vor dem TV-Kauf immer ein Händler aufgesucht und dort einmal nach den Bildschirmen geschaut werden. Alternativ ist das »Testschauen« im Freundeskreis notwendig. Welche Größe letztendlich gewählt wird, hängt wiederum vom TV-Gerät und natürlich dem Zimmer ab. Ein Film lässt sich auf einem 75-Zollgerät in einem kleinen Raum ebenso wenig genießen, wie der Kinofilm aus der allerersten Reihe.