Was ist eigentlich Social Trading?

Während die sozialen Netzwerke kaum mehr vom privaten Leben wegzudenken sind, halten diese auch immer mehr Einzug in die persönlichen Finanzen. Das Zauberwort heißt hierbei Social Trading – wobei jeder Einzelne einem anderen Trader folgen kann und sein Portfolio quasi kopieren kann.

Vorteile für beide Seiten des Social Trading – Folgende und Gefolgte profitieren gleichermaßen

Da im heutigen Niedrigzinsumfeld herkömmliche Sparprodukte wie Anleihen, Tagesgeld oder Festgeld nur noch sehr geringe Renditen erwirtschaften, die sogar unter der Inflationsrate liegen, fühlen sich immer mehr Anleger zum Aktienmarkt hingezogen. Da sich aber viele unsicher fühlen und nicht genau wissen worauf sie ihr hart verdientes Geld setzen sollen, bieten sich solche Social Trading Plattformen an. Hier erwirtschaften Hobbyanleger teils hohe Renditen. Beispiele für solche Trading Plattformen sind eToro, Ayondo oder ZuluTrade. Das tolle an diesen Plattformen ist, dass der User das Portfolio des Gefolgten einfach kopieren kann, ohne dabei den selben Einsatz wie er zu setzen. Es ist sozusagen ein Downgrading möglich. Auch für den User, dessen Portfolio kopiert wird liegt der Vorteil auf der Hand: Durch Gewinne seiner Follower erhält er eine gewisse Beteiligung, was seinen eigenen Gewinn nochmals erhöht. So profitieren Anfänger von dem Know-how und Händchen erfahrener Anleger und diese bekommen wiederum einen kleinen Obolus. Zudem können sich diese in einer Art Karrieresystem hocharbeiten und erhalten bei langfristigen Erfolg eine entsprechend höhere Gewinnbeteiligung.

Zahlreiche Angebote auf Social Trading Plattformen locken die User

Social Trading Plattformen locken mittlerweile mit zahlreichen Eröffnungsangeboten wie Einzahlungsboni oder sogar non-deposit-Boni, bei denen ein gewisser Betrag ohne vorherige Einzahlung gutgeschrieben wird. Die Plattformen machen sich den Trend zu Nutze alles von zu Hause aus dem Netz zu erledigen. Wie das Shoppen, Überweisungen oder den Arzttermin vereinbaren, so kann auch das Anlageberatungsgespräch quasi in eine solche Social Trading Plattform verlagert werden. Besonders jüngere Nutzer sind von diesem Ansatz sehr angetan. Während das Depot und die Depotführung meist absolut kostenfrei sind, ziehen die Plattformbetreiber nur eine kleine Gebühr beim Aktienverkauf ab.

Ein gewisses Restrisiko bleibt immer

Obwohl Social Trading eine sehr spannende und einsteigerfreundliche Investitionsform ist, sollten mögliche Risiken auch nicht außer Acht gelassen werden. So sollten sich Neuuser nicht nur auf die Rendite des einzelnen Traders versteifen. Auch die Risikoeinstufung, die von Nutzern objektiv eingestuft wird, sollte bedacht werden. Zudem muss sich jeder Nutzer im Klaren sein, dass sein Geld nicht bei einer Bank lagert, obwohl mit den Selben Finanzprodukten gehandelt wird. So kann beispielsweise die Social Trading Plattform pleite gehen, was einen Totalverlust des Kapitals bedeuten kann. Dennoch ist Social Trading eine empfehlenswerte Sache, da aus einem Hobbyanleger schnell ein renommierter Trader werden kann.

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