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Das macht einen Gaming-PC aus

Hochauflösendes Bild, brachialer Sound, schnelle Bildabfolgen – die aktuellen Action-Kracher stellen viele altgediente Computer vor Probleme. Doch was ein guter Gaming-PC wirklich können muss, hängt in erster Linie vom Gamer selbst ab.

Actionliebhaber müssen tief in die Tasche greifen

Wer aktuelle Open-World-Spiele und Egoshooter in den höchsten Grafikeinstellungen zocken möchte, kommt nicht darum herum, eine Stange Geld in die Hand zu nehmen. Denn nach oben ist den High-End Gaming-PCs preislich (fast) keine Grenze gesetzt. Die folgenden Komponenten spielen dabei eine besondere Rolle:

  • Grafikkarte: Die Grafikkarte muss für die aktuellen Games auf dem neuesten Stand sein. Sie frisst bereits gut und gerne zwei Drittel des Budgets auf. Gamer sollten darauf achten, dass ihr Modell mindestens vier Gigabyte Speicher besitzt, für 4k-Spiele werden sogar mindestens acht Gigabyte fällig. Für den ultimativen Grafik-Spaß können auch mehrere Grafikkarten im Verbund zusammenarbeiten.
  • Prozessor: Ein High-End Computer braucht auf jeden Fall einen Intel Core i7-Prozessor oder ein vergleichbar starkes Modell eines anderen Herstellers. Mehrere Kerne mit einer Taktfrequenz von mindestens drei Gigabyte sorgen dafür, dass auch anspruchsvolle Spiele ohne Ruckeln laufen.
  • Arbeitsspeicher: Während Standard-PCs locker mit 4 Gigabyte Arbeitsspeicher auskommen, dürfen es bei hochwertigen Gaming-PCs mindestens 16 Gigabyte sein.

Hilfreich ist außerdem eine SSD, die eine große Festplatte ergänzt. Für einen High-End-Gaming PC blättern Zocker schnell über 1.500 Euro hin.

 

Auch Mittelklasse PCs können neue Games abspielen

Sparfüchse müssen aber nun nicht depressiv werden. Standard-Gaming PCs gibt es auch für unter 1.000 Euro. Wer auf ein solches Modell zurückgreift, sollte sich aber bewusst sein, dass Neuerscheinungen Mittelklasse-Modelle vor Probleme stellen können. Dann muss die Grafik zurückgeschraubt werden. Aktuelle HD-Games sollten aber auch die Mittelklasse nicht vor Herausforderungen stellen. Voraussetzung dafür ist aber, dass der Käufer auf eine gute Grafikkarte und einen leistungsstarken Prozessor achtet.

Zocken mit günstigen PCs

Günstige PCs im unteren Preissegment von 500 bis 700 Euro können aktuelle Spiele zwar meist wiedergeben, allerdings muss der Gamer die Grafik von Action-Titeln etwas zurückdrehen, damit das Spiel flüssig läuft. Spielraum lassen vor allem Einstellungen wie Kantenglättung oder Texturqualität, die zwar viel Leistung fressen, in der Praxis aber kaum einen grafischen Unterschied erkennen lassen. Wer sich für einen solchen PC entscheidet, sollte sich darüber im Klaren sein, dass künftige Neuerscheinungen Probleme bereiten und nicht mehr flüssig dargestellt werden können.

Action-, Sport- oder Strategiespiel – auf das Game kommt es an

Nicht jedes Spiel braucht die neueste Grafikkarte, nicht jeder Titel den leistungsstärksten Prozessor. Entscheidend ist, welche Spiele der Computer wiedergeben soll. Neuerscheinungen im Bereich Ego-Shooter, Open-World-Games oder Rennspiel entfalten durch die realistische Darstellung der Umgebung ihr Flair und machen mit einer hohen Auflösung erst richtig Spaß. Sportspiele hingegen bauen zwar ebenfalls auf Realismus, hier kann der Zocker aber bedenkenlos die Grafik etwas zurückschrauben, ohne dass der Spielspaß verloren geht. Strategiespiele kommen in den meisten Fällen ohne besondere Features aus und können daher auch von Low-Budget-PCs ohne Probleme wiedergegeben werden.

Welchen PC ein Gamer wählen sollte, liegt also vor allem auch am Verwendungszweck. Im Zweifel sollte man sich vor dem Kauf beliebte Titel ansehen und deren empfohlene PC-Anforderungen vergleichen. Wer sich mit der Materie auskennt, kann sich die einzelnen Komponenten bestellen und selbst zum Wunsch-PC zusammenbauen. Alle anderen sollten sich einen Komplett-PC mit der benötigten Ausstattung bestellen.

Fazit

Wer die neuesten Grafik-Knaller flüssig darstellen und auch Neuerscheinungen mit den höchsten Einstellungen zocken möchte, kommt nicht darum herum, sich einen hochwertigen Gaming-PC zu leisten. Diese sind auch für Virtual Reality und 4K-Spiele ausgelegt und garantieren so maximalen Spielspaß. Die entscheidenden Faktoren sind immer

  • Grafikkarte
  • Prozessor
  • Arbeitsspeicher

Zocker, die eher auf Strategiespiele stehen und kein Problem damit haben, die Grafik etwas herunterzudrehen, kommen auch mit einem Low-Budget- oder Mittelklasse-PC aus.