Den Schalter für die Motivation finden und richtig betätigen.

Mitarbeitermotivation – diese Möglichkeiten gibt es für Unternehmen

Eine gelungene Mitarbeitermotivation ist das beste Mittel, um die Produktivität eines Unternehmens langfristig zu steigern und die Fluktuation niedrig zu halten.
Doch wie motiviert eine Führungskraft die Belegschaft am besten? Ist das Prinzip von »Zuckerbrot und Peitsche« noch zeitgemäß? Oder sind andere Methoden wesentlich effektiver, um bei den Angestellten ein hohes Maß an Zufriedenheit zu erreichen – und zu halten?

Persönliche Anerkennung ist die stärkste Motivation

Nach wie vor sind Belohnungen und Vergünstigungen wichtiger Bestandteil einer erfolgreichen Mitarbeitermotivation. Der Vorgesetzte sollte sich jedoch auch vor Augen halten, dass beispielsweise eine Gehaltserhöhung die Motivation nur kurzfristig steigert. An das Gehaltsplus hat sich der Mitarbeiter schnell gewöhnt. Gerade bei höher qualifizierten Fachkräften mit überdurchschnittlichem Einkommen ist Geld nicht das Maß aller Dinge.

Damit der Effekt nicht nutzlos verpufft, muss sich die Personalabteilung gezielt mit den Bedürfnissen eines jeden einzelnen Mitarbeiters auseinandersetzen. Wenn die persönliche Situation des Mitarbeiters bekannt ist, kann das Unternehmen sehr viel besser einschätzen, welche Belohnung die maximale Wirkung erzielt. Zudem wird damit dem Beschäftigten signalisiert, dass er als Individuum wertgeschätzt wird. Persönliche Anerkennung ist schließlich die stärkste Triebfeder für eine hohe Motivation. Belohnungen sind dann Ausdruck dieser Wertschätzung und werden von Mitarbeitern auch so wahrgenommen.

Eine Mitarbeiterin, die alleinerziehend ist, befindet sich möglicherweise permanent im Zeitdruck. Sie kann motiviert werden, indem ihr eine flexible Arbeitszeitgestaltung ermöglicht wird. Feinschmecker freuen sich über Restaurantgutscheine statt schnöder Prämien. Denn die Restaurantgutscheine sagen in diesem Fall aus: Dem Chef ist am persönlichen Wohlergehen des Mitarbeiters gelegen. Außerdem lassen sich die Essensgutschein auch als geldwerten Vorteil sehen, so hat der Mitarbeiter mehr Nettolohn.

Für eine kleine tägliche Motivation aller Mitarbeiter können Unternehmen sorgen, wenn sie beispielweise frisches Obst, alkoholfreie Getränke und Kaffee und Tee für die Mitarbeiter kostenlos zur Verfügung stellen. Beim örtlichen Lebensmittelmarkt oder Obsthändel kann ein entsprechender Obstkorb ganz einfach bestellt werden. Der Service beinhaltet meist auch die regelmäßige Auffüllung. Für Kaffee gibt es spezialisierte Unternehmen, die die entsprechenden Kaffeeautomaten zur Verfügung stellen und sich auch um die Reinigung und Wartung kümmern. Kaffee-Partner ist beispielsweise ein Unternehmen, das diesen Service bietet. Weitere Informationen finden Sie auf www.kaffee-partner-erfahrung.de.

Produktive Mischung aus Lob und Kritik

Neben geldwerten Vorteilen, Lohnerhöhungen und der Bereitstellung von Obst und Kaffee birgt der Arbeitsprozess jede Menge Motivationspotenzial. Wenn die Beschäftigten gefordert werden, wird ihnen das Gefühl vermittelt, dass ihnen etwas zugetraut wird. Lob und Kritik sind die wichtigsten Instrumente, die in dieser Situation hinsichtlich der Mitarbeitermotivation zur Verfügung stehen. Den Beschäftigten sollte auch regelmäßig Feedback gegeben werden. Jeder Mensch möchte das Gefühl haben, dass seine Arbeit sinnvoll und nützlich ist. Dazu benötigt er Orientierung. Es gibt zwei Grundregeln, an die sich Personaler halten sollten. Lob wird nach Möglichkeit öffentlich geäußert, Kritik hingegen im Vieraugengespräch, denn wird der Betroffenen bloßgestellen, kann er mit Scham, Verunsicherung oder Wut reagieren – alles negative Gefühle, die ihn kaum zu Höchstleitung motivieren, da er viel zu sehr mit seiner persönlichen Situation beschäftigt ist.

Vor allem aber ist es wichtig, Bewertungsmaßstäbe klar zu kommunizieren. Denn Belohnungen und öffentliche Belobigungen können ein Konkurrenzdenken innerhalb der Belegschaft auslösen. Das kann einerseits durchaus wünschenswert sein, andererseits ist es mit potenziellen Risiken behaftet. Wenn die Mitarbeiter nicht nachvollziehen können, nach welchen Kriterien die Entscheidung getroffen wurde, kann sich schnell Frust und Neid auf bevorzugte Kollegen einstellen. Damit wird dann das Gegenteil von dem erreicht, was ursprünglich beabsichtigt war. Die Beschäftigten sind nicht länger motiviert, ihre Arbeitskraft für das Unternehmen einzusetzen, sondern verwenden ihre Energie zunehmend darauf, gegeneinander zu arbeiten.

Das richtige Maß ist entscheidend

  • Die Erfolgsformel für eine erfolgreiche Mitarbeitermotivation ist simpel:
  • Es sollten regelmäßige Feedbackgespräche mit den Mitarbeitern geführt werden. Dabei muss von beiden Seiten Feedback möglich sein.
  • Eine dem Mitarbeiter mögliche Leistung muss eingefordert werden und – im Erfolgsfall – entsprechend belohnt werden.
  • Mit Lob sollte gerecht, aber nicht zu verschwenderisch umgegangen werden, sonst macht sich der Betreffende unglaubwürdig und fortan wird das folgende Lob nicht mehr ernst- und damit nicht angenommen. Die Wirkung verpufft.
  • Die Bewertungskriterien sollten transparent kommuniziert werden, um Neid innerhalb der Belegschaft zu vermeiden.

Artikelbild: Marvin Siefke über pixelio.de