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Folie, Liquid, Panzerglas: Welcher Schutz ist für das Smartphone am Sichersten?


Ein Handy-Display ist äußerst sensibel und zerbrechlich. Bereits Kleinigkeiten können zu Kratzern oder Rissen führen. Dieser Umstand ist besonders ärgerlich, wenn es sich um ein hochwertiges Smartphone handelt. Immer mehr Nutzer greifen daher zu Sicherheitsmaßnahmen, um ihr Gerät vor Blessuren zu schützen. Zu den bekanntesten Produkten zählen Folien, Flüssigdisplays und Panzerglas. Doch wie vielversprechend sind die einzelnen Möglichkeiten wirklich?

Warum Sicherheitsmaßnahmen sinnvoll sind

Die Displays von Smartphones werden immer größer und dadurch auch anfälliger für äußere Einflüsse. Es passiert schnell, dass Kratzer oder Risse entstehen, die den Touchscreen negativ beeinflussen. Um das Handy zu schützen, bringen Hersteller immer mehr Produkte auf den Markt, die Schäden am Display verhindern sollen. Dabei handelt es sich in der Regel um Artikel, die eine dünne Schutzschicht bilden und dabei die Touch-Funktion nicht beeinträchtigen. Achtung: Allerdings muss dazu gesagt werden, dass sowohl Schutzfolien als auch die flüssigen Alternativen richtig aufgetragen werden müssen, um wirklich zu funktionieren. Jedes Produkt ist nur so gut wie die Montage, die es zum Anbringen benötigt.

Vor- und Nachteile von Displayfolie

Der Klassiker in Sachen Displayschutz ist die Folie. Sie ist in der Regel nur wenige Millimeter dick und auf den Touchscreen angeklebt. Beim Kauf sollten Interessierte unbedingt darauf achten, dass die Schutzfolie zum eigenen Gerät passt – ansonsten kann es passieren, dass sie zu klein oder zu groß ist. Für die Montage geht man wie folgt vor:

  1. Display gründlich reinigen. Es dürfen keine Unreinheiten übrig bleiben.
  2. Schutzfolie abziehen und vorsichtig auf das Smartphone kleben.
  3. Anschließend mit einem Tuch drüber reiben. Luftblasen mit einer EC-Karte herausdrücken.

Wenn man alles richtig gemacht hat, sollte die Folie nun fest auf dem Display kleben. Wichtig: Mehrere Versuche gilt es zu vermeiden, da der Kleber dann nicht mehr richtig hält. Soweit, so gut. Das Problem tritt oft nach ein paar Wochen auf. Unabhängig davon, ob die Schutzfolie richtig angebracht wurde, kann es schnell passieren, dass sie sich an den Kanten wieder löst oder bei häufigem Gebrauch verrutscht.

Vor- und Nachteile von Panzerglas

Wer eine Schutzfolie bevorzugt, die sich mehr nach Glas anfühlt, sollte zu Panzerglasfolien greifen. Viele Nutzer sehen in gerade in der Haptik einen enormen Vorteil gegenüber anderen Modellen. Gleichzeitig besteht aber das Problem, dass Panzerglas oftmals schneller absplittert. Auch ein Wechsel ist kaum möglich, weil sie beim Abziehen kaputtgeht. Nichtsdestotrotz entscheiden sich immer mehr Smartphone-Nutzer für Panzerglasfolie oder flüssiges Panzerglas, weil sie folgende Eigenschaften aufweisen:

  • Höherer Härtegrad
  • Ölabweisende Beschichtung
  • Leichtere Pflege der Oberfläche
  • Höherer Schutz bei Stürzen
  • Kein Einfluss auf die Bildqualität

Trotz der guten Bedienbarkeit hat Panzerglasfolie aber einen enormen Nachteil: Der Anschaffungspreis fällt deutlich höher aus als bei anderen Produkten. Es ist daher ratsam, sich vor dem Kauf genau zu informieren und Preise zu vergleichen. 

Vor- und Nachteile von flüssigem Displayschutz

Hierbei handelt es sich um das neueste Produkt auf dem Markt – größere Bekanntheit erlangte es, als Gründer ihre Idee bei der TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“ vorstellten. Die Montage des flüssigen Displayschutzes ist ebenso einfach wie bei den anderen Modellen: Nachdem der Touchscreen gereinigt wurde, trägt man – mittels einer Kartusche – die Flüssigkeit auf. Anschließend muss man sie mit einem Tuch verreiben und ein paar Minuten warten, bis die Flüssigkeit getrocknet ist. Je nach Hersteller kann es aber noch ein paar Stunden dauern, bis ein 100%-iger Schutz gewährleistet ist. Der Vorteil gegenüber der Konkurrenz liegt darin, dass Nutzer den Displayschutz nicht sehen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Folien können demnach keine Ecken oder Kanten abbrechen bzw. sich lösen. Dennoch sollten Käufer genau darauf achten, welche Beschichtung sie letztendlich kaufen. Die meisten Produkte müssen nach 12 Monaten gewechselt werden. Auch die Versprechen auf den Verpackungen treffen nicht immer zu. Sie sind zwar stabiler als andere Folien, doch einer hohen Kraftaufwendung halten auch sie nicht stand. Beim Auftragen muss man ebenfalls aufpassen. Ein kleiner Fehler und nicht nur das Display ist vor Außeneinwirkung geschützt, sondern ebenfalls die Lautsprecher oder das Mikrofon – ein Verlust der Soundqualität ist die Folge.