Bild: pixabay.com, Claudio_Scott, 2199013

Die Nutzung des Bildschirms eine Gefahr für die Augen?

Dem trüben Blick hilft keine Brille mehr, so ein sorbisches Sprichwort. Im Umgang mit neuer Technologie sollte demnach auch immer über die Gefahren und Folgeschäden nachgedacht werden, deren Ursache zunächst nicht erkennbar erscheint und dessen Potenzial rein theoretisch nur in einer Langzeitstudie hinreichend erforscht werden kann. Die Nutzung gängiger LCD Bildschirme, wie sie als Smartphone, Tablet oder Computerbildschirm nahezu überall heute anzutreffen sind, birgt Gefahren, die bei ständiger Nutzung des Gerätes, zum Beispiel als Arbeitsmittel, zu Tage treten und oftmals schwerwiegende Folgeschäden verursachen. Zwei Krankheitssymptome mehren sich im Umgang und während der Arbeit am PC: das RSI Syndrom (Repetitive Strain Injury) für Beschwerden im Hals, Hand und Schulterbereich sowie das Office-Eye-Syndrom, zu Deutsch Überbeanspruchung des Auges.

Die Nutzung von Prototypen zur Tauglichkeitsprüfung!

In der Technik ist der Prototyp ein maßstabsgetreues funktionsfähiges und vereinfachtes Versuchsmodell, welches aus dem griechischen übersetzt -protos für Erstes und typos dem Urbild- als erste Version eines Produktes oder Bauteils verstanden werden kann.

Das sogenannte Prototyping, welches zunächst erst einmal dazu genutzt wird, um ein oftmals vor einer Massenproduktion und Serienanfertigung stehendes Modell eines Produktes herzustellen, ist ein modernes und kostengünstiges Verfahren, welche den Produktentstehungsprozess deutlich effizienter gestaltet. Zu diesen Fertigungsverfahren zählt das Rapid Prototyping bei FKM, ein 3-D Druckverfahren, welches aus verschiedenen Werkstoffen mit vorhandenen CAD-Daten, das heißt maßstabsgetreuen räumlichen Zeichnungen des Produktes, ein 3D-Modell schichtenweise erschaffen kann. Für verschiedene Werkstoffe werden jeweils andere Verfahrensweisen angewandt, die zum Beispiel im Falle des Polyamids als Werkstoff einen Polyamidguss als Verfahren erfordern oder im Falle von Metall das Laserauftragsschweißen oder das Elektronenstrahlschmelzen.

Da es sich beim Rapid Prototyping, um ein Fertigungsverfahren zur Herstellung von sagen wir Hardware handelt, muss es demgegenüber auch Verfahren geben, welche Software und Elektronik, wie Steuerungstechnik auf Tauglichkeit überprüft. Für computerbasierte Software und anderen digitalen Entwürfen wird dieser Prozess Virtual Prototyping genannt und für die Überprüfung von Steuerungs- und Regelungstechnik Rapid Control Prototyping.

Die gesetzlichen Regelungen für die Arbeiten am PC!

Neben den dauerhaften oftmals monotonen Arbeiten am PC ist es das eigene Fehlverhalten der Arbeitnehmer oder Arbeitgeber, welche zu den zuvor genannten Schädigungen der Augen oder der Gliedmaßen führen kann.

Überreizte sowie müde und trockene Augen sind die Folge des Anteils an Blaulicht, die der Bildschirm aufgrund seines Aufbaus aus sogenannten LCD beziehungsweise Flüssigkeitskristallemissionen abstrahlt. Demgegenüber werden die mit dem Rücken, Nacken sowie Kopf verbundenen Folgeschäden aufgrund monotoner Dauerbelastung als körperliche Fehlhaltungen kategorisiert. Abgesehen von den Kosten, die somit jährlich das Gesundheitssystem und den Haushalt des Landes belasten, hat der Arbeitgeber für den Schutz der Beschäftigten zu sorgen und im Rahmen des § 5 des deutschen Arbeitsschutzgesetzes Maßnahmen zum Arbeitsschutz und zur Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Beschäftigten zu sorgen.

Neben ausreichender Bestuhlung sowie Beleuchtung ist die Einführung eines Blaulichtfilters zur Reduktion von Blaulichtstrahlung am Arbeitsplatz anzuraten. Mit sogenannten Bildschirmarbeitsplatzbrillen kann diesem Umstand Gewähr geleistet werden, da diese über einen speziellen Aufbau verfügen. Neben Brillengläsern, die für den Gebrauch am PC konzipiert wurden, ist laut EG-Richtlinie 90/270/EWG sowie der Arbeitsstättenverordnung ein augenärztliches Gutachten zur Eignung und Arbeit an Bildschirmgeräten anzufordern.